Montag, 9. Februar 2009

The present?

"Do you have a present for me?!" fragte mein Kind im Auto sitzend ihre Freundinnen.

"I AM the present!" meinte Freundin 1.

Nicht auf den Mund gefallen, meine ich!

Fünf.

Mädels,
wie die Zeit vergeht!



Danke Caro für die Idee ;)

Sonntag, 8. Februar 2009

Lexi

hatte gestern ihre Geburtstagsparty. Fünfter.

Als ich ihre Mutter fragte, ob sie eine Idee hätte oder was dem Mädchen gefallen würde, meinte sie grinsend:

Sie hat alles. Also egal, hauptsache mit pink.

Also gabs:

Haarband und Klemme.



passend zu einer großen Stoffbrosche



passend zu einer einfachen Tunika/Kleid.
Mit orangenem Samt-Band an der Brust
und
pinkfarbener Zackenlitze am unteren Rand.
Ohne vorgefertigtes Schnittmuster.



schön bunt, für den Sommer. Bei -1 Grad. Har.

Samstag, 7. Februar 2009

Letztens bei der Post

Frau gibt den Benachrichtungszettel ab.

"Ich brauche ihren Ausweis."

Sie gibt ihn dem Postbeamten.

"Das sind aber nicht Sie! Das ist für Anna XYZ und Sie sind Frieda XYZ!"

"Das ist meine Tochter, ich hole es für sie ab."

"Dann brauche ich eine Einverständniserklärung und eine Kopie des Führerscheins oder Ausweises von Ihrer Tochter, sonst kann ich es Ihnen nicht geben."

"Sie ist zwei Jahre alt."

"Oh. Ähm, Moment, da muss ich meinen Chef fragen ob ich Ihnen das geben darf!"

Alle in der Schlange stöhnen im Chor genervt auf.

Sie bekam das Paket nicht. Ausser sie würde die Geburtsurkunde bringen. Dann ja. Aber vorher - NEIN!

Und ich dachte immer die deutsche Bürokratie sei schlimm. Killefitz gegen die Englische. Ehrlich.

Freitag, 6. Februar 2009

Allein.

Er sitzt da, jedes Mal, wenn wir in den Breakfast Club der Schule gehen und schaut uns mit großen Augen an.
Egal wie früh wir da sind.
Er sitzt da, ein aufgeschlagenes Heft vor sich.
Nimmt den Stift und malt, schreibt.

Auch wenn seine Freunde da sind.

Er fragt mich ernst:
"Entschuldigen Sie, aber warum sind Sie mit L. gekommen?"

Ich antworte:
"Ich habe L. heute mit zur Schule genommen."

"Ah. Dann ist L. eine Freundin Ihrer Tochter?"

"Ja, E. sitzt hier vorne, neben L."

"Dann haben Sie ihr einen Gefallen erwiesen?"

"Ja, L.s Mutter rief mich heute morgen an und bat mich L. mit zur Schule zu nehmen."

"OH!" sagt er, und blättert in seinem Heft zurück.

Er zeigt mir eine Zeichnung, die "Freunde" dastellt. Daneben hat er geschrieben:
Freunde helfen einander. Freunde sind wichtig. Man muss Freunden auch Danke sagen.

Ein zartes Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus und er sagt:
"Vielen Dank, dass Sie für L. eine Freundin sind und ihr geholfen haben. Das ist sehr nett von Ihnen. Freunde sind füreinander da."

Ich schlucke.

Und im Auto kamen mir die Tränen.

Ich war ja mal hübsch


so in meinen 20igern.

4tes Bild aus dem 4ten Ordner ("Photobuch" genannt)

Aufgenommen wurde das Bild von einem damaligen Bekannten (Photograph) -ganz ordinär auf Dia-Film, belichtet und entwickelt wie ein normaler Film, daher die etwas andere Farbgebung.
Es war eine sehr lustige Photosession.
Leider habe ich keinerlei Kontakte mehr zu ihm. Heute würde ich ihm einfach nur 1000 Mal für die Bilder danken.

Donnerstag, 5. Februar 2009

Ditchin' School.

Als ich heute Morgen im Auto saß, überlegte ich mir das allen ernstes.


  • 6:45 Uhr Mann verlässt in voller Ausrüstung und mit Schneebrille das Haus um die üblichen Kilometer zur Arbeit zu radeln. Sagt begeistert: Das ist nicht rutschig, sondern nur Pulverschnee!
  • 7:20 Uhr Die Mutter von Tochters Freundin L. ruft an. Hysterisch. Ob ich ihr Kind mit in die Schule nehmen könne. Ja. Kann ich.
  • 7:40 Uhr Wir verlassen das Haus und schaufeln 12 cm Schnee vom Auto. Ich bekomme leichte Panik, als ich sehe, dass sich bereits jetzt eine lange Schlange in Richtung Stadt gebildet hat.
  • 7:50 Uhr Verdammt, MÜSSEN die unbedingt mit Sommerreifen fahren und sich quer stellen auf den Straßen? Streusalz ist seit Dienstag aus. Und im ganzen Landkreis gibt es ungefähr drei Räumfahrzeuge. Alle nicht hier.
  • 7:55 Uhr Ich habe die 500 m (die Straße zurück) zu dem Haus der Freundin gut hinter mich gebracht und werde mit einem: Du bist mein HELD des Tages! begrüsst.
  • 8:15 Uhr Wir fahren an unserem Haus vorbei. Mir kommt der Gedanke, den Schule schwänzens. Geht nicht. Wir haben ja L. mit im Auto.
  • 8:20 Uhr Mann ruft an. Er sei jetzt da. Wäre gar nicht so schlimm gewesen.
  • 8:30 Uhr Wir haben die Hälfte der Strecke (also 2 km) geschafft.
  • Ich biege in die Seitenstraße ein um abzukürzen, traut sich ja sonst keiner. Also endlich: freie Fahrt.
  • 8:40 Uhr Wir kommen in der Schule an. Der Schulleiter öffnet jedem persönlich die Schule und sagt allen, dass alles ok sei und die Schule geöffnet sei und der Breakfast Club auch noch. Alle öffentlichen Schulen in unserer Ecke haben geschlossen. Jessas.
  • wir essen alle zusammen Frühstück.
  • 9:00 Uhr Von 15 Kindern sind fünf zu Schulbeginn da.
  • 9:30 Uhr Ich stehe endlich vor unserer Apotheke. Sie können mein Rezept zwar entgegen nehmen, aber nicht ausgeben, weil der Apotheker verspätet ist. Ich summe: "let it snow, let it snow, let it snow" und "Winter Wonderland" - und ernte einen bitterböses Blick.
  • 11:00 Uhr Ich bin ENDLICH wieder daheim, nachdem ich noch zwei weitere Erledigungen machen musste.
Und morgen solls weiterschneien.

Dienstag, 3. Februar 2009

Ich glaube es nicht!

Dass ein bisschen Schnee und Eis es wirklich fertig bringen, dass hier in der Stadt die Hälfte aller öffentlichen Schulen geschlossen werden. Aus "Health and Safety Reasons". Weil die Kinder ja nicht auf den Schulhof können. Die würden ja eventuell ausrutschen. Und dann könnten die Eltern die Stadt verklagen.

Kein Witz.


Und hier die unglaublichen Schneemassen, die alles zum Erliegen bringen. Photo von gestern. Heute liegt weniger Schnee.


Blick aus dem Arbeitszimmer


PS:
- Ich habe Winterreifen, daher macht MIR der Schnee auch nix aus.

- Mein Mann hat keine am Rad - der fährt dennoch.
- Schneespaziergänge sind toll.
- ich kenne Leute, die echte Probleme haben, weil alle ihre Winterschuhe völlig profillos sind.
- ich muss über diese Leute auch etwas lachen.
- ich bin auf den Gehwegen ums Haus selbst mit meinen Bergsteigerschuhen fast auf die Nase gefallen. Und lachte nicht mehr

Montag, 2. Februar 2009

Ich glaube

wir schneien ein ....

Very limited services!

Oder auch: Schnee in England = Chaos.

In London sind einige Bus und Zuglinien eingestellt, Schulen geschlossen, Flüge starten, aber die Gateway ist gesperrt (also wie das funktionieren soll, darüber rätselten die Radiomoderatoren eben auch).

Hier liegt so viel Schnee wie seit mehr als 10 Jahren nicht mehr und es schneit weiter ...



morgens um 6:00 in England


Und so ein Verrückter verlies gerade das Haus um mit dem Rad mal knapp 30 Kilometer zur Arbeit zu fahren. Total aufgeregt - weil durch Schnee.

Noch ein Tipp aus dem Radio:
"Wer das Haus heute nicht verlassen MUSS, sollte es auch nicht tun."

Ich fände es jedoch ausgesprochen übertrieben, wenn ich das Kind wegen dem bisschen Schnee nicht in die Schule bringen würde ;) Auch wenn es sie wahrscheinlich mehr als freuen würde.