Er sitzt da, jedes Mal, wenn wir in den Breakfast Club der Schule gehen und schaut uns mit großen Augen an.
Egal wie früh wir da sind.
Er sitzt da, ein aufgeschlagenes Heft vor sich.
Nimmt den Stift und malt, schreibt.
Auch wenn seine Freunde da sind.
Er fragt mich ernst:
"Entschuldigen Sie, aber warum sind Sie mit L. gekommen?"
Ich antworte:
"Ich habe L. heute mit zur Schule genommen."
"Ah. Dann ist L. eine Freundin Ihrer Tochter?"
"Ja, E. sitzt hier vorne, neben L."
"Dann haben Sie ihr einen Gefallen erwiesen?"
"Ja, L.s Mutter rief mich heute morgen an und bat mich L. mit zur Schule zu nehmen."
"OH!" sagt er, und blättert in seinem Heft zurück.
Er zeigt mir eine Zeichnung, die "Freunde" dastellt. Daneben hat er geschrieben:
Freunde helfen einander. Freunde sind wichtig. Man muss Freunden auch Danke sagen.
Ein zartes Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus und er sagt:
"Vielen Dank, dass Sie für L. eine Freundin sind und ihr geholfen haben. Das ist sehr nett von Ihnen. Freunde sind füreinander da."
Ich schlucke.
Und im Auto kamen mir die Tränen.