Montag, 11. Oktober 2010

Blonds of a certain age




Heute vermisse ich die Spitzfindigkeit der Engländer. So ein bisschen. Heimweh quasi.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Hundsgemein!

Keiner hat mich davor gewarnt. Also vor dem Stoffmarkt.

Der Liebreizenden ihre Vorstellung vom idealen Frühstück:
- Schnitzelbrötchen
- Belgische Waffel
- Honig-Vollkorncroissant
- heisse Schokolade.

Na gut. Ist ja Sonntag.


Währenddessen ist ihr Vater beschäftigt.


Die Beute.

Wollstoff, grau
Baumwollstoff.


Noch mehr Baumwollstoff


Streichelstoff.

Jersey :)
für coole Mädchen, danke Frau Hamburger Liebe!



Ich gehe dann mal dem Mann helfen, sonst wird das heute nix mehr.

Was ich noch erwähnen wollte ...

ich darf jetzt mitspielen. Oder so.

Hab ja auch sonst nix zu tun.

Samstag, 9. Oktober 2010

Er. Sie. Und Diät.

Sie: "Uh, übrigens, am Sonntag fahren wir in die große Stadt."

Er: "Ähm, wieso?"

Sie: "Uhh, verkaufsoffener Sonntag, ganz viele Stände, Hüpfburg, Fressbuden, Stoffmarkt"

Er: "Soso. Stoffmarkt."

Sie nuschelt: "Mist, ich habe gedacht, das würde so schön untergehen in der Aufzählung."

Er: "So wie es hier* aussieht, wirst Du noch drei Monate noch nicht mal in die NÄHE Deiner Nähmaschine kommen, meine geliebtes Weib."

Sie (nölend): "Ich will aber."

Er (grinsend): "Ich habe da mal ein Wort gehört, das finde ich gerade sehr passend: STOFFDIÄT."

Sie: "Hmpf."



* hier= in der Wohnung, ach, was sag ich, im ganzen Haus herrscht noch das pure Chaos wegen Handwerkern und Umzug

Freitag, 8. Oktober 2010

Er. Sie. Und der Alkohol.

In einer Plastikkiste wurden die harten Sachen nach Deutschland verschifft.
Sprich: die umfangreiche Whiskey-Sammlung.

"Du, ich glaube, da ist was ausgelaufen, das riecht wie eine Whiskeybrennerei!", sagte er.
"Und? Hast Du es ausgeräumt?"
"Nö, ich habe schnell den Deckel wieder zu gemacht!"

Vorhin war ich nun mal wieder im Keller und lupfte den Deckel besagter Kiste. Ein Schwall Glenfiddich, Single Malt, 15 Jahre, kam mir entgegen. Ich atmete tief ein. Gerade als ich wieder zu machen wollte, sah ich, dass da zwei Bücher drin steckten.
Ich zog sie raus, zwei englische Kochbücher.

Vorwurfsvoll zeigte ich ihm die Bücher und sagte:
"Hast Du das nicht gesehen?! Warum hast Du die nicht raus genommen?! Wie bekomme ich die denn trocken? Was mache ich denn jetzt?"

Er warf mir einen Blick zu und sah errötend zu den Büchern.
"www.amazon.com?!"


Donnerstag, 7. Oktober 2010

Er. Sie. und schrecklich ...

Sie: "Und, wie hat Dir das Essen* geschmeckt?"

Er: "Ähm ... sehr ...ähm ... gesund!"



Und das schlimme:
Er hat recht.







* Spaghettikürbis aus dem Ofen mit einer Ziegenkäse-Pecorino-Kruste.

Dienstag, 5. Oktober 2010

Glückverheißende Dinge

Ein glückliches Kind
In Festtagskleidung
Mit Rosenblüten

Bringt Glück.
Und macht glücklich.


bei Apfelbäckchen

Samstag, 2. Oktober 2010

Hilfe-Aufruf!

Jetzt mal ein ganz ernstes Posting.

Die Liebreizende hat letzte Weihnachtsferien ihre beste deutsche Freundin, B., kennengelernt. Die beiden sind wie Topf und Deckel und ich hatte die letzte Zeit schon immer ein schlechtes Gewissen, weil wir zwar schon in Deutschland waren, aber keine Zeit hatten uns mit ihr zu treffen.

Am 21. September, am achten Geburtstag von B., passierte es in der Schule dann. Sie verbrühte sich mit kochender Suppe.

Die Folge sind Verbrennungen zweiten und dritten Grades im Gesicht, Hals und Oberkörper.

Montag wird nun transplantiert.
Dafür werden B. auch die Haare abgeschnitten, ganz.

Ich würde ihr gerne, wenn wir im Laufe der Woche sie wieder besuchen fahren, eine coole, selbstgenähte Kopfbedeckung mitbringen.

Dafür brauche ich Ideen.

Gebt Ihr mir welche?


Bild:
Gemeinschaftsaktion von B. und der Liebreizenden, im Krankenhaus auf der Kinderchirurgie.

Ich gebe zu, dass ich Tränen in den Augen hatte.
Das Mädchen ist so tapfer und optimistisch.
Gott sei Dank hat sie inzwischen eine Schmerzpumpe.
Die Mutter ist nach zwei Wochen Krankenhaus schon ziemlich am Ende.
Nebenbei sind sie nämlich auch noch umgezogen, vor drei Tagen.

Mein Mann, ich und 193 Puls

Seit unseres Umzugs sind wir in der privilegierten Lage in Laufweite eines Sees zu wohnen.

Mein Mann hat nun die - zugegebenermaßen irre - Idee bei jedem Wetter dort zu schwimmen. Gestern nun war noch einigermaßen gutes Wetter und ich hatte die - zugegebenermaßen irre - Idee mit schwimmen zu gehen.
Was mein Mann kann, kann ich auch. Ausser im Stehen pinkeln.

Während das Kind mit dem Fahrrad uns begleitete, liefen wir stramm zum See, zogen uns vor den Augen der vermummten Spaziergänger bis auf die Badekleidung aus, instruierten das Kind keinesfalls mit jemandem zu reden oder gar weg zu gehen, sie müsse doch auf unsere Sachen aufpassen und liefen zum Ufer.*

Algen.
Grüne Algen.
Yuck.

Als ich mich in die Fluten schmiss, schoss mein Puls auf 193.
Sagte zumindest die Pulsuhr.

Ich glaube, sie hat sich nur erschrocken.

Weil das Wasser so kalt war.

Das nächste Mal nehme ich ein Eispickel mit.





* Ausser uns war noch ein Triathlet im Schwimmerneopren im Wasser. Weichei.

Freitag, 1. Oktober 2010

Sie. Es. Und Nachtgespräche.

Sie kuckt auf die Uhr. 4:25 Uhr.


Es regt sich und sagt leise: "Mama?"

Sie ebenso leise wie beruhigend: "Schatz, es ist noch früh, Du kannst weiterschlafen."

Es: "Mama ... ich bin eben aus dem Bett gefallen."

Sie stutzt und fragte: "Aus dem Bett gefallen?!"

Es: "Ja!"

Sie amüsiert: "Liebchen, Du liegst gerade auf einer sehr dünnen Matratze auf dem Boden. Da kannst Du beim besten Willen nicht rausfliegen."

Es: "Hmpf. Dann bin ich eben aus dem Bett gekullert."

Sie: "Hast Du Dir weh getan?"

Es: "Hmpf. Nein. Ich wollte es Dir nur sagen."

Sie: "Danke. Und jetzt schlaf weiter."


Zwei Minuten später erklang ein reizendes kleines Kinderschnarchen.