Dienstag, 29. Juli 2014

Was glücklich macht. Unter anderem Essen. Indisches. (Rezept unten)

Ok, ich habe es nicht durchgehalten. Die 100 Tage happy posting.
Im Urlaub bemerkte ich, dass ich lieber glücklich bin als darüber zu schreiben. Zumal es nicht fair war Ihnen gegenüber. Einige meiner glücklichsten Momente behielt ich für mich. Weil sie einfach privat waren. 
Und irgendwann dachte ich: hey, ja, ich bin gerade glücklich einfach nur das Gesicht in die Sonne zu halten (von dem wie gesagten privaten Glücksmomenten abgesehen). Aber es ist doof das jetzt schon wieder das 3. Mal in Folge zu schreiben.

Ich bin glücklich darüber, dass es meiner Familie soweit gut geht. Dass wir ein Dach über dem Kopf haben und die Liebreizende die Möglichkeit hat eine gute Schule zu besuchen. Wir laufen nicht nackt und können uns auch über Kleinigkeiten freuen. 

Letztens war ich ein langes Wochenende weg. Ganz allein. 
Meine Freunde sagten: haste Dir verdient.
Ich war bei einem Steinbildhauerkurs am Ende der Welt. 
Drei Tage nette Gesellschaft, Hitze, Schweiss,herumfliegende Steinbrocken und massiven Schlafmangel.

Mein Baby ist 55 Zentimeter gross, wiegt 45 Kilo und ist aus rotem Sandstein. Abstrakt. 
Kloppen macht mich glücklich, habe ich festgestellt.
Ist das nicht schön? 

Was uns heute Abend glücklich machen wird? 

Jardaloo Boti



Persisch-Indisches Lamm, geschmort, mit Aprikosen. 
Wir haben eben schon mal probiert. Die Sauce ist ein Gedicht. Auch ohne Aprikosen. 

Rezept:
100 Gramm getrocknete Aprikosen in Wasser und einem Esslöffel Essig geben. 
Drei Stunden weichen lassen. 

Zwei Zwiebeln klein hacken und in etwas Öl anbraten
Nach 10 Minuten zwei klein gehackte Knoblauchzehen sowie klein gehackten Ingwer dazu geben und auch braten.
Eine scharfe Chillischote halbieren und von den Kernen befreien. Ab in die Pfanne, mit einem halben Teelöffel gemahlenem Kreuzkümmel und sechs Kardamom Früchten.
Dazu kommen zwei gehackte Tomaten und eine Stange Zimt (die ich allergiebedingt weggelassen habe).
Das ganze 5-10 Minuten köcheln lassen.
Laut Rezept kommt jetzt das Lamm hinzu. 700 Gramm in Würfel geschnitten.
Ich habe die Sauce raus genommen und das Lamm angebraten.
Dazu kommt ein halber Teelöffel Garam Marsala. 

Das Ganze wird mit 400 Milliliter Brühe aufgegossen und alles miteinander vermischt.

Sobald das Fleisch gegart ist, werden die Aprikosen abtropfen gelassen, untergehoben und mit einem Schuss Essig gewürzt.
Ich habe die Kardamom und die Chilli wieder aus gefischt. 

Dazu passt am besten Roti oder Basmatireis.

Packt man noch Pommes hinzu, heisst es Jardaloo Sali Boti.
Das fand ich pervers. 
Aber es macht viele viele Menschen glücklich. Und wer bin ich darüber dann zu urteilen?

1 Kommentar:

  1. Wenn du indische Rezepte bloggst koche ich das mit tödlicher Sicherheit nach.
    Gleich wenn ich die getrockneten Aprikosen gekauft habe.
    Danke!

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