Montag, 31. Januar 2011

Monatsmotto Februar {monthly motto} Selbst-Vertrauen {confidence}


Last couple of months have been rocky for all of us. We had to deal with a lot of new things after moving back to Germany. Especially the little one had to fight hard to find her place in the new world.
So my monthly motto for the february will be: confidence.

We all try to do our best to give her back safety, give her enough freedom to explore the new surrounding world, pick up courage, encourage her and most of all: give her our love. Whatever she decide to do.



Little one and her dad. Summer 2007. On the ferry back to England.
Kind und Vater. Sommer 2007. Auf der Fähre nach England.



Die letzten Wochen und Monate waren für uns alle stressig und mehr oder minder hart. Wir mussten uns mit vielen Sachen auseinander setzen, und auch wenn wir sehr viel Unterstützung bekamen, manches mal war es schwer. Besonders die Liebreizende musste vieles in kurzer Zeit lernen und sich neu positionieren. Sind wir ehrlich: die Schule in England und die Schule in Deutschland unterscheidet sich gravierend. Nicht nur darin, dass in der einen Englisch und in der anderen Deutsch gesprochen wird. Da prallen Welten aufeinander.

Daher ist mein Motto im Februar: Vertrauen. Selbstvertrauen. Sicherheit vermitteln.
Ihr helfen ihren Platz in ihrer neuen Welt zu finden. Sich durchzusetzen. Sich treu zu bleiben.
Sie hat viel vor sich.





von Frau Jolijou und Frau Hoppi

Freitag, 28. Januar 2011

Er.Sie.Und Tsunamis.

Neues aus der Reihe Dreierbeziehung. Mein Mann, Ivar und ich.

Das Regal steht also immer noch nicht.
Heute gaben wir uns mal wieder dran, schoben die Holzkommode in die Seitenteile.
Ein Knall.
"Was hast Du schon wieder gemacht?" stichelt der Lieblingsmann grinsend.
"ICH?!" antworte ich gewohnt empört (habe ja einen Ruf zu verlieren).
"Ja, schau doch mal! Du ... Du lebender Tsunami!"






"Stimmt," keife ich zärtlich zurück, "ich bin ja immer an allem schuld. Wenn das Wetter schlecht ist, wenn die Milch* all ist, wenn Deine Bücher verschwunden sind."

"Ja," blökt er genauso zärtlich zurück. "Ich habe doch noch nie erlebt, dass ein Ivar-Boden KAPUTT gegangen ist, ich dachte das geht gar nicht."


Wenn ich an allem Schuld bin, dann bin ich entweder Gott oder Teufel.

Suchen Sie sich was aus. Ich gehe jetzt mal schauen, ob mir schon Hörnchen wachsen.


*ich trinke dank einer Milcheiweissallergie keine Milch

Donnerstag, 27. Januar 2011

Mathe ist doof.

Mein Kind findet Mathe doof.

Komisch, in England fand sie Mathe toll.
Dort lernten sie was ein Hexagon, oder zwei und Dreidimensionalität ist. Was das Kind veranlasste nachzufragen, ob es denn auch eine vierte Dimension gäbe. Und welche die sei. Mit fünf. In der Vorschulklasse.
Year 1 war dann ein bisschen enttäuschend. Nur der Zahlenraum bis 20 wurde gemacht. Wie in Reception. Wiederholungen. Große Hoffnung wurde in Year 2 gelegt - aber dann kam ja alles anders.

Jetzt ist sie in der zweiten Klasse in Deutschland. Und findet Mathe doof. Richtig doof. Und ganz ehrlich? Ich kann sie langsam verstehen. Sie müssen jeden Tag die gleichen (Haus)Aufgaben machen, Seite für Seite für Seite.
Seit Wochen. Monaten. Gefühlten Jahren.

Hausaufgaben - der Kampf um Troja war ein Dreck dagegen. Wirklich.

Hoffnung bietet die nächste Woche. Da wird Multiplizieren eingeführt.

Nehmen Sie mir sie bitte nicht. Die Hoffnung.


Dienstag, 25. Januar 2011

Frag Anna!

Wir befinden uns derzeit im Krieg.
Ich gegen meinen Mann. Mein Mann gegen mich. Und Ivar gegen uns beide.
Ivar begleitet uns jetzt schon einige Jahre und hat sich eifrig vermehrt, auch wenn sein Schöpfer seinen Umfang massiv verringert hat.
Ivar soll unser Näh und Hausarbeitszimmer effektiver gestalten. Dafür kauften wir vor kurzem zwei tiefe Kommoden, einige Seitenteile und tiefe Böden.
Aber Ivar ist ja gegen uns.
So sind die zwei Kommoden weder durch schieben, noch durch gute Worte dazu zu bringen im Lot zu stehen. Ausserdem scheinen die Löcher zum Festschrauben falsch zu liegen.

Also suchten wir bei Anna Hilfe.
Anna ist die mehr oder minder charmant-doofe Ikea Hilfe, die uns auch eifrig erklärte, dass sie die Montageanleitung in einem extra Fenster für uns öffnen würde.
Falsch.
Alle Montageanleitungen ausser die für Ivar.

Also suchten wir auf der Schweizer Ikea Seite. Auch nichts zu finden.

Aber wir fanden etwas anderes.



In Deutschland und in Dänemark sieht Anna so aus:



In Island, Schweden, Irland, den UK, Dubai, Malaysia, Rumänien, Canada, Kuweit, Israel und Saudi Arabien gibt es hingegen gar keine Anna. (es mag sein, dass ich die ein oder andere übersah, sorry, ich spreche die meisten dieser Sprachen nicht)

In allen anderen Ikea-Ländern sieht Anna SO aus:




Bis auf Ikea in der Dom-Rep. Da helfen einem diese freundlichen Damen und der Herr. Anabel, Henry und Leonelly.




Ich wäre ja dafür gewesen bei Ikea direkt anzurufen, mein Mann nahm sich den Hammer. Und während er die Unterlegscheiben sucht, schreibe ich den Blog. Damit der Krieg nicht weiter ausbricht.

Aus der Abteilung: Sinnloses fürs Leben lernen ;)



Screenshots: von den verschiedenen Länder - Ikea.com-Seiten.

Montag, 24. Januar 2011

Wer zuerst "ich" sagt ...

Erledigt, danke :)



Gegen Porto (oder Abholung) abzugeben:
4 x 5000 m Konen "Bulked Polyesther" in schweinchenrosa.

Gekauft vom Grabbeltisch, vor zwei, drei Jahren, nie gebraucht. Keine 1a Ware, würde ich mal behauptten
Das Garn ist auch nicht fest, sondern fühlt sich so an als würde es am Besten zu Unterwäsche/Sportkleidung passen.

Ich kann damit wirklich gar gar nix anfangen und besser werden sie ja auch nicht ....

Bei persönlicher Abholung gibts auch noch einen Kaffee dazu ;)





Sonntag, 23. Januar 2011

Liebe(r) Unbekannte,

vielen Dank für Deine überraschende Kurznachricht.
Hatte ich doch gar nicht damit gerechnet.

Ich finde es wirklich lieb, dass Du Dir Gedanken über meinen Familienstand machst und ob ich einsam bin und was unternehmen will.
Aber: wer bist Du eigentlich?
Und: warum bist Du so besorgt um mich?
Bist Du vielleicht selbst ein bisschen einsam und schließt von Dir auf andere?
Wie viele Nachrichten hast Du wohl schon geschrieben?
Kannst Du Dir das überhaupt leisten?

Mensch, geh doch einfach für das Geld mal aus, oder mach eine Reise, da hast Du sicher mehr von und lernst auch ganz gewiss ein paar spannende Leute kennen.
In die Mongolei beispielsweise, bei ein paar Schlückchen vergorene Yakmilch, Archi, dazu, schlaf in der Jurte - was meinst Du was Du danach alles zu erzählen hast!

Dann wirds auch was mit den anderen.

Versprochen.

Liebe Grüße

Deine mitfühlende unbekannte Ex.



Donnerstag, 20. Januar 2011

Memo Board III.

Fürs Kinderzimmer
Für Erinnerungen
Für Photos
Für Briefe
Für Postkarten
Für Eintrittskarten
Für Vergangenheit



Leinwand
Gummiband, 5 Meter
Elektrotacker

Mittwoch, 19. Januar 2011

Har. Har. Der Placebo Effekt ....




(my british soul jumps for joy - i really love that kind of stuff! ;))

Er hat übrigens auch ein Buch geschrieben, dass auch auf DEUTSCH erschienen ist. Sehr empfehlenswert!

Dienstag, 18. Januar 2011

Abhängen

Dienstag, 17 Uhr
Phase 1: nörgeln
Phase 2: mehr nörgeln
Phase 3: rote Wangen bekommen
Phase 4: Kopf auf den Schreibtisch legen
Phase 5: auf dem Schreibtisch einschlafen
Phase 6: ins Bett wanken
Phase 7: alternative Schlafpositionen finden

-> abhängen ....



Mittwoch, 12. Januar 2011

12 von 12 im Januar 2011 ....

"Guten Morgen, auch schon ausgeschlafen?!", begrüsste mich mein Mann. "Du hast ja heute morgen nur unverständliches Zeug gemurmelt, da haben wir Dich noch schlafen lassen."

Ich räusperte mich, wurde etwas rot und murmelte: "Danke, Schatz."




Musik. Eins. Zwo.
Phantastische CD, auch noch nach 10 Jahren ....



Damit der Mann auch staubsaugen kann (ja, das Leben kann schön sein ....)



Post! Post! Für mich!

Nicht an Kinder ausliefern. Keine Nachbarschaftsabgabe.

Boah, wie klingt DAS denn?????
(ja, klingt nach Schweinkramzeug)


Auflösung:
von einer Versandapotheke.





Dafür backe ich heute.
Nicht nach dem Originalrezept von Arte
Da mir die Zitrone fehlte.
Und natürlich normalerweise kein VK Mehl genommen wird.
Ansonsten gibt es wohl x Varianten dieses Gebäcks.


Tarallucci

100 g frisch gemahlener Dinkel
400 g Weizenmehl, fein
1 Pk. Weinsteinbackpulver
200 g Zucker
1 Prise Salz
125 ml Weisswein
Saft einer Orange
125 ml feines Olivenöl




Endlich ein Grund mitten am Tag ne Flasche Wein zu öffnen





gut verrühren, pflaumengroße Teigbällchen zu kleinen Würsten
von ungefähr einem Zentimeter Durchmesser und 15 cm Länge rollen
und als Ring unten verschließen.


Bei 180 Grad zwischen 17 und 25 Minuten backen.
Kommt auf die Leistung des Ofens an.



Währenddessen sitzt die Liebreizende bei den Hausaufgaben



Abendbeschäftigung



Mittwoch, 5. Januar 2011

uwyh*


Während unseres Umzugs ging leider die Glasscheibe eines Bilderrahmens kaputt und lange überlegte ich mir, ob ich das doofe Ding nicht einfach wegschmeissen sollte.

Irgendwann kam mir aber eine Idee.

Man nehme:
Fleece (oder Volumenfleece)
Sprühkleber
Stoff (in dem Fall ein Amy Butler Stoff)
Bänder
Ziernägel
und eine Elektrotacker

und mache aus dem nutzlosen Teil ein Memoboard.
Es ist zwar nicht besonders groß aber wirklich reizend.








Dabei stellte ich aber diverse Schwierigkeiten fest:
- Sprühkleber sollte man nicht bei Wind draussen verwenden (jaja, ich hatte keine Box zum reinlegen!)
- Die Tacker gehen durch die dünne Spanplatte durch. Am einfachsten vermeidet man Löcher in dem man zwischen Stoff und Fleece eine Platte legt. Bspw. ein Metermaß. Damit kann man die Tacker umbiegen
- Immer mindestens 40 cm mehr Band einrechnen als man vorher ausgemessen hat.
- Das Problem mit den Ziernägeln löse ich auch noch ....



Zudem bekam ich von Frau Schlotterlotte noch ein Award über den ich mich sehr gefreut habe.



Weitergeben möchte ich ihn hiermit aber nicht, denn es würde mir sehr sehr schwer fallen aus meiner Blogliste einzelne Blogs rauszufischen.
Aber ich glaube, in Zukunft werde ich immer mal wieder den ein oder anderen Blog vorstellen!
Danke :)



*use what you have

Dienstag, 4. Januar 2011

Fly like a bird ....

Es gibt einiges, was ich ganz genau weiss.

- mein eigenes gebackenes Brot schmeckt am Besten
- ich habe eine tolle Tochter
- ich werde niemals Bundespräsidentin von Deutschland werden
- und auch nie bei Germanys next Topmodel teilnehmen.
Seit heute weiss ich noch etwas ganz genau.
Nämlich, dass ich niemals ein Zirkusartist werde. Genauer gesagt: ein aerial silk Artist.

In meinem Bemühen wieder fit zu werden, kam mir auch eine Fitnessklasse unter die Finger, die sich Antigravity Yoga nennt.
Muss ich ausprobieren, sagte ich mir.
Schon der erste Blick zu meinen Mittrainierenden hätte mir sagen sollen: Du bist hier falsch. Aber so was von falsch ....

Alle hatten sie einem schlanken, durchtrainierten Körper. Ausser mir.
Es war die Anfängerklasse wohlgemerkt!

Vor mir hing es, das trapezförmige Tuch mit der ich trainieren sollte.
Entspannung, Krafttraining, Cardio versprach der Trainer.

Ich sage Ihnen was es mir brachte:
- Schmerzen. Denn das Tuch TUT WEH, wenn man sich so reinhängt. Egal ob am Bauch, im Lumbalbereich, bei den Schulterblättern.
- Erkenntnis I: meine Armmuskeln sind degeneriert.
- Erkenntnis II: Jo, es macht mir nichts aus mich vor anderen zu blamieren. Weil alle anderen konnten sich wieder hoch ziehen, nur ich nicht. Ich musste den Ausstieg über den Boden wählen.
- Erkenntnis III: Muskelkater ist sicher, ausser man ist Turner, dann kann man es wahrscheinlich locker aus der Hüfte.
- Erkenntnis IV: wenn man sich das Tuch unter den Bauch klemmt und viel Mut beweist, kann man wie ein Vogel fliegen. Na ja, vor und zurück zumindest.
- Erkenntnis V: bei vielen anderen Übungen fehlte mir der Mut.


.... und? Haben Sie Mut?


Sonntag, 2. Januar 2011

Unter der Dusche.

Ich war mal wieder im Fitnessstudio.
Zusammen mit ungefähr 3/4 der zahlenden Kunden, die sonst nur alle Jubeljahre hingehen. Aber es ist ja Jahresanfang und damit die Zeit der guten Vorsätze.
Dass die gerne scheitern, weiss man und darum habe ich mir eigentlich auch keine weiteren vorgenommen.
Nach getanem Sport stattete ich dem ausgedehnten Wellnessbereich einen Besuch ab.
Ich genoss das Dampfbad, bettete mich zur Erholung auf ein Wasserbett und wackelte glücklich mit den Zehen.
Es gab schlanke Frauen, es gab durchtrainierte Frauen, es gab Frauen mit fünf Kilo zu viel und welche mit fünfzig zu viel. Eine heitere Atmosphäre.

Nach dem zweiten Saunagang unter der Dusche stehend sah ich sie dann.
Eine Frau in ihren 20ern mit sehr deutlich sichtbarer Magersucht.

Mich überkam eine Woge der Erinnerungen, an eine ehemals sehr gute Freundin, die lange Jahre mit ihrer Essstörung zu kämpfen hatte. An die Tochter einer Freundin, die im zarten Alter von sechs Jahren mir sagte, dass sie einen zu dicken Bauch hat und abnehmen will. Mobbing. Zu große Zähne. Hungrige Augen. Ich dachte an Hilflosigkeit, Tod und Butterbrote. Schönheitsidole der heutigen Zeit. Tyra Banks.
Dass es mich nichts angeht.

Und dass es mich doch berührt.